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Warum Schmerz und Angst gut sind

Warum Schmerz und Angst gut sind!

Wir alle wollen Schmerz vermeiden, keine Angst haben und eigentlich sehnen wir uns immerzu nach guten Gefühlen. Das ist völlig menschlich und normal. Doch in unserer Gesellschaft scheint das teilweise ein Tabuthema zu sein. Klar, in Deutschland wird viel gejammert – wie schlecht es einem doch geht, wie blöd alle sind und schuldig sind eh immer die anderen.

Doch wenn es darum geht tief und klar zu verstehen, was es bedeutet Schmerz und Angst als etwas völlig Normales und Alltägliches zu akzeptieren – verschließen viele Menschen die Augen davor  oder rennen davon (gedanklich). Auch das ist ein normaler Reflex – Flucht oder totstellen – kommt übrigens aus der Steinzeit. Das ist nur heutzutage nicht mehr ganz so hilfreich. Im Gegenteil – dieses Verhalten hindert uns daran uns dem Schmerz und der Angst zu stellen. Doch genau darin liegt das größte Wachstumspotenzial für unseren Charakter, ja unser ganzes Leben! Das Übernehmen von Verantwortung ist hier der Schlüssel.

In den 36 Jahren in denen ich nun auf diesem Planeten bin habe ich festgestellt, dass die schwersten Zeiten die ich durchlebt habe, rückblickend die Zeiten waren, die mich zu dem gemacht haben, der ich heute bin. Natürlich haben mich auch die schönen, wundervollen und glücklichen Zeiten geprägt! Doch meistens erst nachdem ich eine schwierige Zeit oder Phase hinter mir hatte. Denn dann war das Glück viel intensiver, viel durchdringender – und ich war viel dankbarer. Es gibt die kurzen, kleinen glücklichen Momente und auch Gegebenheiten, in denen wir manchmal nicht einmal erkennen, dass es uns gut geht… Diese Momente passieren unbewusst, fast schon automatisch und wir vergessen, wie dankbar wir eigentlich sein sollten diese Momente erleben zu dürfen.

DankbarkeitDer Schmerz hilft uns zu verstehen

Erst wenn wir Schmerz verspüren, egal ob durch eine Krankheit oder durch psychsiche Belastung – und dieser Schmerz dann vorüber ist, erst dann erkennen wir die Gnade wenn wir davon befreit sind. Auf einmal überkommt uns eine große Dankbarkeit – ein Gefühl von Glückseligkeit und manchmal, ja manchmal verändern wir dann sogar unsere Art zu leben auf dramatische Weise. Weil wir erkannt haben, dass dieser Schmerz notwendig war, um daran zu wachsen und uns weiter zu entfalten.

Mach die Angst zu Deiner Gefährtin

Dasselbe gilt für die Angst – früher war Angst etwas Sinnvolles. In der Steinzeit wurden wir rechtzeitig von unserem System gewarnt, wenn Gefahr drohte – Adrenalin wurde ausgeschüttet und wir haben reflexartig was gemacht? Genau, die Flucht ergriffen oder uns togestellt – in manchen Fällen sind wir auch zum Angriff übergegangen. Doch heutzutage haben wir keine echte Bedrohung mehr, die unser Leben gefährdet und eines dieser drei Verhaltensmuster (Flucht, Totstellen, Angriff) rechtfertigen würden.

Heute haben wir Angst vor Versagen, Angst davor uns zu blamieren oder schlimmstenfalls etwas zu tun, was wir später bereuen könnten. Das ist genau genommen lächerlich – und doch so nachvollziehbar. Ich selbst habe sehr oft Angst – vor Ablehnung und dem eigenen Versagen. Doch genau dann sollten wir diese Angst nutzen und genau das tun, wovor wir so furchtbar Angst haben. Denn dann passiert etwas magisches – auf einmal setzen wir Energien frei, von denen wir gar nicht wußten, dass Sie uns zur Verfügung stehen!

Nicht höher, schneller, weiter – sondern flexibler, klarer, tiefer!!!

Je mehr wir uns damit beschäftigen uns selbst besser zu verstehen, anzuerkennen wer wir sind und dass wir gut sind, so wie wir sind – desto tiefer geht unser Verständnis zum Thema Schmerz und Angst.

Mein Buchtipp dazu – hier klicken!

Viel Spaß beim Lesen!

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2 Comments

  1. Lieber Jochen, nachdem ich auf Instagram schon einen Kommentar geschrieben habe, bin ich gleich zum Beitrag. Ich kann nur sagen, dass ich es genauso wie du empfinde. Vielen Dank für diesen lesenswerten Beitrag. LG Undine

    • JochenHummel JochenHummel

      Liebe Undine,

      vielen Dank für Dein Feedback – es freut mich sehr wenn sich meine Erfahrungen mit denen von anderen decken und ich somit Menschen in ähnlichen Situationen helfen kann, besser zu verstehen.

      Viele Grüße,
      Jochen

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